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Säule 3a Gebühren Vergleich 2026: sechs Apps im ehrlichen Kostencheck

Wo lohnt sich die Säule 3a 2026 wirklich? Ich vergleiche sechs digitale Anbieter nach Gebühren, Strategien und Alltagstauglichkeit, fünf davon nutze ich selbst.

Die Säule 3a ist einer der einfachsten Hebel, um in der Schweiz Steuern zu sparen und gleichzeitig fürs Alter vorzusorgen. Die Frage ist nur: wo? Zwischen einem klassischen Bank-Sparkonto und einer App mit bis zu 98% Aktien liegen Welten, und bei den Gebühren entscheiden ein paar Zehntelprozente über Tausende Franken. In diesem Säule 3a Gebühren Vergleich schaue ich mir sechs digitale Anbieter an. Fünf davon nutze ich selbst, finpension habe ich als oft genannte Alternative ergänzt.

Stand: Oktober 2026. Gebühren können sich ändern, prüfe vor der Eröffnung die aktuellen Konditionen.

Säule 3a Gebühren im Vergleich: alle Kosten auf einen Blick

Die wichtigste Zahl ist die jährliche Gebühr auf deinem 3a-Vermögen. Hier die Anbieter im direkten Vergleich:

AnbieterGebühr pro JahrBesonderheit
True Wealth0,0% Verwaltung, rund 0,14% ProduktkostenTiefste Gesamtkosten in diesem Vergleich, ab CHF 1’000
finpension0,39% pauschal, plus ProduktkostenOft genannte Alternative, nutze ich nicht selbst
neon0,39% bis 0,45%3a direkt in der Banking-App
VIACmax. 0,40% plus rund 0,03% ProduktkostenMehrere Konten und Strategien, mit Gutschein erste CHF 1’000 gratis
Yuh0,50% alles inklusiveAb CHF 10, fünf Strategien bis 98% Aktien
Selmaab 0,68%, sinkt mit dem VermögenPersönliche Begleitung, ab CHF 500

Wichtig: Die Verwaltungsgebühr ist nicht alles. Dazu kommen die Produktkosten der Fonds (TER) und teils ein Währungszuschlag. Darum lohnt sich der Blick auf die Gesamtkosten, nicht nur auf die Zahl, mit der ein Anbieter wirbt.

Wie viel darf ich 2026 in die Säule 3a einzahlen?

Für 2026 gelten zwei Maximalbeträge. Bist du einer Pensionskasse angeschlossen, kannst du bis zu CHF 7’258 einzahlen. Hast du keine Pensionskasse, etwa als Selbstständige, sind es bis zu 20% deines Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36’288.

Die Einzahlungen ziehst du vollständig vom steuerbaren Einkommen ab. Der Maximalbetrag gilt übrigens über alle deine 3a-Konten zusammen, nicht pro Konto.

Säule 3a Maximalbetrag 2027: CHF 7’373

Ab 2027 steigt der Maximalbetrag: Mit Pensionskasse kannst du neu bis zu CHF 7’373 pro Jahr in die Säule 3a einzahlen. Passe deinen Dauerauftrag oder deine automatische Einzahlung rechtzeitig an, damit du den höheren Betrag voll ausschöpfst.

Säule 3a Gebühren: was kostet eine 3a wirklich?

Bei einer 3a-Lösung mit Wertschriften setzen sich die Kosten aus drei Teilen zusammen:

  • Verwaltungsgebühr: das, was der Anbieter für die Verwaltung verlangt, zum Beispiel 0,39% bei finpension oder 0,50% alles inklusive bei Yuh.
  • Produktkosten (TER): die laufenden Kosten der Indexfonds, meist zwischen 0,03% und 0,2%.
  • Währungskosten: wenn in Fonds in Fremdwährung investiert wird, kann ein kleiner Zuschlag anfallen.

Ein Rechenbeispiel zeigt, warum das zählt: Auf einem 3a-Vermögen von CHF 50’000 macht ein Unterschied von 0,3 Prozentpunkten CHF 150 pro Jahr aus. Über 25 Jahre, mit Zinseszins und wachsendem Vermögen, werden daraus schnell fünfstellige Beträge. Beim Vergleich der Säule 3a sind die Gebühren deshalb der wichtigste Faktor nach der Anlagestrategie.

Säule 3a Konto oder Wertschriften: Was ist besser?

Bei der Säule 3a hast du die Wahl zwischen einem klassischen 3a-Sparkonto und einer Wertschriftenlösung. Das Konto ist planbar, bringt aber nur einen tiefen Zins, der oft unter der Teuerung liegt. Eine Wertschriftenlösung investiert dein Geld in Aktien, Obligationen und Immobilien und hat langfristig ein deutlich höheres Renditepotenzial, schwankt dafür aber.

Für einen Anlagehorizont von zehn Jahren und mehr spricht vieles für Wertschriften mit hohem Aktienanteil. Je näher der Bezug rückt, desto sinnvoller ist es, den Aktienanteil schrittweise zu senken, zum Beispiel indem du ein 3a-Konto nach dem anderen defensiver ausrichtest. Genau dabei helfen mehrere Konten mit unterschiedlichen Strategien, wie sie VIAC oder Yuh anbieten.

  • Wertschriften: höheres Renditepotenzial, Schwankungen, ideal bei langem Horizont
  • 3a-Konto: stabil und planbar, aber tiefer Zins
  • Kombination: mehrere Konten mit abgestufter Strategie

Hast du die 3a ausgeschöpft und willst zusätzlich frei anlegen? Dann lohnt sich ein günstiger Broker. Meine Erfahrungen findest du in den Artikeln zu DEGIRO in der Schweiz und zu den Interactive Brokers Gebühren in der Schweiz.

So eröffnest du eine Säule 3a in fünf Schritten

  1. Anbieter wählen, nach Kosten, Strategie und Bedienung.
  2. App herunterladen und dich mit ID oder Pass identifizieren.
  3. Strategie festlegen, also den Aktienanteil, der zu deinem Anlagehorizont passt.
  4. Gutscheincode eingeben, falls vorhanden, bei VIAC zum Beispiel ganz am Ende der Registrierung.
  5. Bis Ende Jahr einzahlen, am besten per Dauerauftrag, damit du den Steuerabzug nicht verpasst.

Welche Säule 3a ist die beste? Meine Einschätzung nach Profil

Die beste Säule 3a gibt es nicht für alle. Es kommt darauf an, was dir wichtig ist:

Für die tiefsten Kosten: True Wealth

Mit 0,0% Verwaltungsgebühr auf der 3a zahlst du bei True Wealth im Kern nur die Fondskosten von rund 0,14%. Das ist in diesem Vergleich am günstigsten. Der Mindestbetrag liegt bei CHF 1’000. Ich nutze True Wealth seit rund vier Jahren und schätze den schnellen Support, per E-Mail und sogar am Telefon. Seit 2026 habe ich dort auch meine 3a. Die Eröffnung war super einfach, da ich bereits eine 3a hatte. Praktisch: In der App kannst du einstellen, dass deine Einzahlungen zuerst die 3a bis zum Maximalbetrag auffüllen. Alles, was darüber hinausgeht, fliesst automatisch in dein normales Anlagekonto. So musst du weniger daran denken.

Für mehrere Konten mit eigener Strategie: VIAC

VIAC ist meine eigene 3a-App, seit rund fünf Jahren. Am meisten überzeugt mich, wie einfach sich separate 3a-Konten eröffnen und mit eigener Strategie ausstatten lassen, von global bis nachhaltig. So kannst du pro Konto einen anderen Plan wählen, zum Beispiel eines global und eines nachhaltig. Die Verwaltungsgebühr ist bei 0,40% gedeckelt, die Produktkosten liegen bei rund 0,03%.

Für kleine Beträge und den Einstieg: Yuh

Bei Yuh startest du schon ab CHF 10 und zahlst 0,50% pro Jahr, alles inklusive. Du wählst aus fünf Strategien, von 20% bis 98% Aktien. Das ist nicht die günstigste Lösung, aber eine sehr einfache, um überhaupt anzufangen.

Alles in einer App: neon

Wenn du dein Alltagskonto bereits bei neon hast, ist die integrierte 3a mit 0,39% bis 0,45% pro Jahr praktisch. Alles läuft in derselben App, die ich täglich nutze.

Mit persönlicher Begleitung: Selma

Selma kostet ab 0,68% mehr, bietet dafür ein persönliches Onboarding und einen auffallend schnellen Support. Eine 3a ist ab CHF 500 möglich. Für kleine 3a-Vermögen ist Selma teurer, für Menschen, die Begleitung schätzen, trotzdem eine gute Wahl.

Die Alternative: finpension

finpension verlangt pauschal 0,39% und wird in vielen Säule-3a-Vergleichen genannt. Ich nutze finpension selbst nicht, darum fehlt hier mein Praxisurteil. Auf dem Papier liegt finpension in einer ähnlichen Kostenklasse wie VIAC und neon.

Warum sich mehrere Säule-3a-Konten lohnen

Ein 3a-Konto lässt sich nur vollständig beziehen, nicht teilweise. Beim Bezug wird das Kapital zwar separat und reduziert besteuert, aber progressiv: je grösser der Betrag in einem Jahr, desto höher der Steuersatz.

Wer sein 3a-Vermögen auf mehrere Konten verteilt, kann diese gestaffelt über mehrere Jahre beziehen und so die Steuerprogression brechen. Viele verteilen ihr Geld deshalb auf drei bis fünf Konten. Bei VIAC eröffnest du ein weiteres Konto mit wenigen Klicks, bei Yuh und True Wealth geht es ebenfalls digital.

Als Faustregel gilt: Ein einzelnes Säule-3a-Konto sollte aus steuerlichen Gründen bei der Auszahlung idealerweise nicht viel mehr als ca. CHF 50’000 enthalten. Wächst ein Konto darüber hinaus, eröffnest du am besten ein weiteres.

VIAC vs. finpension: Was ist der Unterschied?

VIAC und finpension sind die beiden 3a-Apps, die am häufigsten gegeneinander verglichen werden. Bei den Kosten liegen sie nahe beieinander: VIAC mit einer bei 0,40% gedeckelten Verwaltungsgebühr plus rund 0,03% Produktkosten, finpension mit pauschal 0,39% plus Produktkosten. Der Unterschied liegt eher im Detail, in der Bedienung und der Auswahl an Strategien.

Ich bin seit fünf Jahren bei VIAC und sehe keinen Grund zu wechseln, finpension kenne ich nur von aussen. Ein praktischer Vorteil bei VIAC: Mit dem Gutscheincode werden deine ersten CHF 1’000 ein Leben lang gratis verwaltet.

Meine Säule 3a: Erfahrung nach fünf Jahren

Ich nutze VIAC seit rund fünf Jahren für meine Säule 3a, schon bevor dort auch freies Vermögen angelegt werden konnte. Was ich mag: mehrere Konten mit je eigenem Plan, etwa global oder nachhaltig, und tiefe Gebühren. Seit 2026 habe ich zusätzlich eine 3a bei True Wealth. Was ich verbessern würde: Die jährlichen Kosten sind schwer auf einen Blick zu sehen. Für die Steuererklärung exportiere und rechne ich die Gebühren jedes Jahr selbst.

Gutscheincodes für deine Säule 3a

Mit diesen Gutscheincodes startest du günstiger:
VIAC: Code YRNeGvR, erste CHF 1’000 ein Leben lang gratis verwaltet.
Yuh: Code hl0xz0, CHF 50 Trading-Guthaben plus 250 Swissqoins.
neon: Code DX03EA, CHF 10 für dich.
True Wealth: Code DF1A2941, 50% Rabatt auf die Verwaltungsgebühr. Auf der 3a ist diese bei True Wealth ohnehin 0%, der Code lohnt sich also vor allem für freies Vermögen.

Alle Boni im direkten Vergleich findest du im Schweizer Finanz-App Affiliate-Vergleich. Verwendest du meinen Code oder Link, bekommst du ein Goodie, und ich erhalte in den meisten Fällen eine Vermittlerentschädigung.

Häufige Fragen zur Säule 3a

Wie viele Säule-3a-Konten darf ich haben?

Mehrere Konten sind erlaubt. Der jährliche Maximalbetrag von CHF 7’258 (mit Pensionskasse) gilt aber über alle Konten zusammen.

Was ist die günstigste Säule 3a?

In diesem Vergleich True Wealth mit 0,0% Verwaltungsgebühr und rund 0,14% Produktkosten auf der 3a.

Kann ich meine Säule 3a in Aktien anlegen?

Ja, mit einer Wertschriftenlösung. Bei Yuh wählst du zum Beispiel Strategien bis 98% Aktien.

Kann ich ein 3a-Konto teilweise beziehen?

Nein, ein 3a-Konto wird jeweils vollständig bezogen. Darum lohnen sich mehrere Konten, die du gestaffelt beziehen kannst.

Wann kann ich die Säule 3a beziehen?

Frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter. Vorher nur in Ausnahmefällen, etwa für Wohneigentum, die Aufnahme einer Selbstständigkeit oder das definitive Auswandern.

Fazit: Welche Säule 3a passt zu dir?

Wenn du die tiefsten Kosten suchst, ist True Wealth auf der 3a kaum zu schlagen. Wenn du mehrere Konten flexibel führen willst, ist VIAC meine Wahl. Für den Einstieg mit kleinen Beträgen passt Yuh. Wichtiger als der perfekte Anbieter ist aber, dass du überhaupt jedes Jahr einzahlst und früh mit Wertschriften startest.

Keine Anlageberatung. Dieser Artikel spiegelt meine persönliche Erfahrung und öffentlich verfügbare Konditionen wider.